Kükenmoor

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Bis zum 1. Januar 1961 waren Verdenermoor und Kükenmoor selbständige Gemeinden. Zu den beiden Dörfern zählen auch Gohbeck, Neuenförde und Neuenkrug. Kükenmoor ist eine alte Siedlung und gehörte einem Edelmann namens „v. d. Kük“. Seinen Besitz teilte er unter drei Erben auf: Hinrich (Hinners), Claus (Claas) und Ehlers (Illers). Diese Hofnamen bestehen heute noch. Die drei Bauern bauten Nebenhäuser und vermieteten diese an ihre Arbeitskräfte. Die Gemeinde baute sogar zwei Gemeindehäuser. Die Miete für die Häuser war gering, dafür mussten die Mieter die Schafe und auch später die Kühe hüten. Die Feldmark des Ortes Kükenmoor umfasst 682 Hektar. Zwischen Kükenmoor und Neuenförde liegt die Papiermühle. Bis 1910 wurde hier noch Papier bzw. in den letzten Jahren Pappe hergestellt. Der Papiermachergeselle Hans-Heinrich Tietgen aus Vorbrück bei Walsrode und dessen Ehefrau Elisabeth begannen 1682 mit der Papierherstellung. 1794 brannte die Papiermühle ab, wurde aber gleich wieder aufgebaut. Mitte des vorigen Jahrhunderts, als große Papierfabriken entstanden, ging der Umsatz der Papiermühle zurück. Alte Urkunden, Rechnungsbücher und die Familienchronik befinden sich noch im Besitz der Familie Tietgen. Teile der Einrichtung der Papiermühle sind noch vor dem letzten Krieg ins Verdener Museum gebracht worden.
Quelle: Günter Lühning und Hermann Meisloh – Kirchlinteln mit seinen 17 Ortsteilen (1983)