Lehringen

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Berühmt wurde das kleine Lehringen im März 1948, als ein Bagger in der Mergelgrube ein etwa 150 000 Jahre altes Skelett eines Mammuts und ein 2,30 Meter langer, elfmal gebrochener „Stock“ gefunden wurde. Dieser „Stock“ ist der älteste Wurfspeer der Welt! Von den heute in Lehringen ansässigen Halbmeier-, Neubauer- und Anbauerstellen waren schon vier um 1600 dort ansässig. Es waren dies

Nr. 1 „Dreckmanns“ (Johann Dittmer)
Nr. 2 „Dreyers“ (Johann Winkelmann)
Nr. 3 „Lühmanns“ (früher: Heinrich Wolters als Inhaber des Gasthofes „Zum Deutschen Bauern“ und der Mergelwerke) und
Nr. 4 „Bockelmanns“ (Kurt Harms).

Im 17. Jahrhundert wurde dann die Neubauerstelle Nr. 5 (Johann Schröder) gegründet. Um 1600 wurden in Lehringen schon 24 Pferde, 77 Rinder, 20 Schweine, 152 Schafe und 23 Bienenkörbe gehalten. Bekannt ist Lehringen heute als Ziel für „Ferien auf dem Bauernhof“ bei Winkelmanns, das Lager der Verdener Pfadfinder, das evangelische Freizeitheim und die über die Kreisgrenzen hinaus bekannte Pferdezucht von Johann Dittmer. Einmal im Jahr wird die dörfliche Idylle beträchtlich gestört: Das seit einigen Jahren in Zelten veranstaltete Erntefest findet immer großen Zuspruch.
Quelle: Günter Lühning und Hermann Meisloh – Kirchlinteln mit seinen 17 Ortsteilen (1983)