Ramelsen

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Auch Ramelsen wird 1320 erstmals urkundlich erwähnt. Es war früher ein einstelliger Hof mit den dazugehörenden Nebengebäuden. Heute hat Ramelsen vier Hausnummern. Auf dem Hof Martens – Haus-Nr. 1 – steht noch das 1808 erbaute alte Niedersachsenhaus: „Auf Gott und nicht Menschenraht, ist dieses Haus gebaut – der alles gut erschaffen hat, den wollen wir vertrauen. In deinen Schutz, nimm unser Haus und mach uns nach dem Sterben zu deines Himmels Erben“ W H D D dem 4ten ]ulius Anno 1803- – Auf dem Flur sind noch heute aus kleinen Steinen gelegte Mosaiken zu sehen. Der Brunnen neben dem Haus trägt die Jahreszahl 1794. In den zwanziger Jahren wurden das Holz, der Baumstamm und der Querbaum, erneuert, Tischler Dreyer aus Kirchlinteln hat dazu die fachlichen Anleitungen gegeben. Der Eichenstamm ist mit Stubben ausgegraben und am Brunnen wieder fest eingesetzt worden. Auch der Querbaum hat noch den Stubben. Herrlich, und in unserer Gegend einmalig, ist der Wacholderpark. Früher trafen sich in Ramelsen die Wandervögel aus Bremen. Unter einer Eiche im Park haben sie ihren im I. Weltkrieg gefallenen Kameraden ein kleines Denkmal gesetzt. 1972 wurde in Ramelsen ein Schießstand und eine Festhalle gebaut. Die Schulkinder aus der Gemeinde Weitzmühlen sind in Kirchlinteln eingeschult. Die zwei Kilometer wurden früher entweder zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegt. Heute fährt auch hier der Schulbus.
Quelle: Günter Lühning und Hermann Meisloh – Kirchlinteln mit seinen 17 Ortsteilen (1983)